• fnowski@lemmy.world
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    1 year ago

    “Jeder ist dazu aufgerufen, schon im Vorfeld mitzumachen und diese 17 Ziele in den sozialen Netzwerken zu verbreiten. Dabei geht es unter anderem darum, Hunger und Armut zu beenden, Gesundheit für alle zu gewährleisten und Ungleichheit zwischen den Ländern zu verringern.”

    Oh, das wird sicherlich endlich die Welt in Ordnung bringen!

    Sinn mer mal ehrlich, ein Festival mit 80.000 Leuten kann und wird niemals nachhaltig sein. Diese Exzesse werden wir uns in 50 Jahren nicht mehr erlauben können. An- und Abreise von 80.000 Menschen plus Staff, Iron Maiden wird wahrscheinlich mit dem Hubschrauber eingeflogen, gigantischer Stromverbrauch, Dosengesöff und -fraß, Plastikzelte, Plastikstühle, Plastikschlafsäcke, Plastikisomatten die Idioten auf Festivals immer wieder mal “da lassen”. Da hilft kein Social Media-Virtue Signaling.

    • Bonkel@feddit.de
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      1 year ago

      Es zeigt sich schon ein Stück weit ein Wandel. Die Müllberge sind immer noch viel zu groß, aber im Vergleich zu 10 Jahren sind sie geschrumpft. Ich stimme dir zu, gesamt gesehen ist es ökologisch nicht tragbar. Dennoch kann man doch optimieren soweit es möglich ist

    • Aldileon@feddit.de
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      1 year ago

      Bin auch kein Fan von der Menge an Müll, die da so entsteht. Aber im vergleich zu ner Woche Allinclusive Urlaub (+ vielleicht noch Flug) ist das wahrscheinlich noch besser

  • Aldileon@feddit.de
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    1 year ago

    Regenwald retten mit einem Euro Doch soll der Natur auch direkt etwas zurückgegeben werden. “Mein Euro ist 1qm groß” ist eine weitere Aktion des Wacken Open Air. Gemeinsam mit der Organisation “Wilderness International” hat man es sich zum Ziel gesetzt, Regenwald in Peru in der Fläche des gesamten Festivalgeländes (über 240 Hektar) zu retten.

    240 Hektar sind 2.400.000 m^2. Bei 80.000 Besucher:innen sind das 30€ pro Person die gespendet werden sollen.

    Und umgekehrt sind es 30m^2 pro Festivalbesucher:in. Ganz schön platzsparend so n Festival

    • c64@feddit.de
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      1 year ago

      Du warst noch nie auf dem WOA, oder?

      Besucher können unlimitiert viele Nahrungsmittel und Getränke mit auf das Campinggelände nehmen. Grillen und kochen ist auf den Campingflächen mit Kohle, Strom und Gas erlaubt.

      Quelle

      Also das könnte jeder Besucher tun. Jetzt und früher schon.

      • TheWheelMustGoOn@feddit.de
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        1 year ago

        Nein war ich nicht aber ich geh Mal davon aus dass dort auch fressbuden stehen bei denen man Fleisch essen kann. Das man bei Festivals auch selbst essen mitbringen kann ist mir schon bewusst.

        • c64@feddit.de
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          1 year ago

          Ich denke mir halt… die Leute müssen dazu gebracht werden, mit den Änderungen durch den Klimawandel, Überbevölkerung usw. zu leben und es akzeptieren. Ja, es eilt - zweifellos.

          Wenn wir das aber im Alltag nur bedingt auf die Kette bekommen, dann werden wir das erst recht nicht auf einem Festival akzeptieren unter einem “heut’ feiere ich mal”-Aspekt.

          Deshalb glaube ich, dass der Veggy-Only-Ansatz auf einem solchen Event kaum Wirkung zeigen würde. Die Leute würden alles selber kaufen und auf den Grill werfen.

          Dann lieber (erst mal) an Stellen optimieren, wo es kurzfristig und einfach geht. Wenn man den Leuten zu viel auf einmal verbietet, dann kommen sie bloß in den LMAA-Modus, der ohnehin schon überall verbreitet ist zu diesen Themen. Und ja, die Zeit drängt trotzdem. Mir klar.

          • TheWheelMustGoOn@feddit.de
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            1 year ago

            Ich sehe das komplett andersherum. Denn Alltag umstellen ist schwierig, dafür braucht es immer wieder Impulse. Und Überall dort wo essen nicht der Grund des Besuches ist sollte man einfach veganes Essen anbieten und fertig. Niemand geht nicht auf wakken weil es nur vegane Burger gibt. Wie du sagst wer damit nicht klarkommt bringt halt selbst essen mit. Aber du erinnerst dich an vielleicht daran wie du diesen geilen Burger vor dem Konzert gegessen hast und probierst es Zuhause auch Mal aus. Nichts tun dagegen und symbolisch ein paar m² Regenwald “für immer” konservieren ist halt sinnloses greenwashing

            • c64@feddit.de
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              1 year ago

              Ich sag ja nicht, dass es nicht gut wäre, auf vegane Burger & Co. umzusteigen. Aber jetzt hat das Festival halt als eine der ersten Maßnahmen die Regenwaldgeschichte gemacht - und die muss man ja nicht gleich als schlecht abstempeln - auch wenn sicherlich mehr ginge als das. Und vielleicht (oder wahrscheinlich) ist es Greenwashing, auch da stimme ich zu. Aber auf einem Festival mit so einem negativem Umweltabdruck wären Veggy-Burger neben Pappbechern, Pyroshows und campenden Grillern und Kühlaggregaten fürs Bier kaum etwas anderes.

              • TheWheelMustGoOn@feddit.de
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                1 year ago

                Das bisschen Regenwald kaufen bringt eben überhaupt nichts. Das tangiert Besucher ja überhaupt nicht. Und natürlich ist vegan etwas anderes als Pappbecher. Unsere Ernährung auf vegan umzustellen ist eine von den wichtigsten und Alternativlosesten maßnahmen. Deswegen ist es eben reines greenwashing ohne ernsthafte Umstellung. Vor allem weil Junk food mindestens genauso geil schmeckt in veganer Version

                • c64@feddit.de
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                  1 year ago

                  Jetzt wird’s leider gleich etwas kompliziert, fürchte ich. Schau, ich esse gerne vegan - nicht immer, aber Tendenz aufwärts. Vegetarisch deutlich öfters.

                  Ich sehe “vegan” nur nicht per Definition als umweltfreundlich an. Es kommt - wie immer - drauf an. Wo kommt das Essen her? Zu welchen Bedingungen wird es produziert? Muss künstlich bewässert werden? Wie lange ist der Lieferweg? Und so weiter…

                  Und ich würde die Festivalbetreiber einfach mal so einschätzen, dass sie hier nicht drauf achten würden.

                  Aber ich will jetzt auch keinen Streit. Denn im Grunde, glaub ich jedenfalls, bin ich auf deiner Seite. Ich gewichte nur anders.

          • WitzigerWaschbaer@feddit.de
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            1 year ago

            Auf diesem anderen Festival mit 80.000 Gästen gab’s auch nur fleischloses Essen, war gar kein Problem.